Weltweit immer mehr Strom nachgefragt

Weltweite Stromnachfrage wächst

IEA-Halbjahresanalyse 2026: Globale Stromnachfrage wächst – Erneuerbare überholen Kohlestrom

Gemäß Halbjahresanalyse der Internationalen Energieagentur (IEA) wird der weltweite Strombedarf in diesem Jahr schneller wachsen als im Vorjahr – und das, obwohl die Energiesysteme weltweit mit Turbulenzen auf den Energiemärkten und schwankenden Preisen zu kämpfen haben. Konkret prognostizieren die Analysten für 2026 einen Anstieg des globalen Stromverbrauchs um 3,6 % (gegenüber einem Wachstum von 3 % im Jahr 2025) und um weitere 3,8 % für 2027.

Nach IEA-Einschätzung setzt sich damit der langfristige Trend zur Elektrifizierung von Wirtschaft und Gesellschaft fort.

Das sind die Wachstumstreiber, die den Verbrauch massiv steigern:

  • Die rasant fortschreitende Elektrifizierung in den Sektoren Verkehr (E-Mobilität), Industrie und Heizsysteme (Wärmepumpen)
  • Künstliche Intelligenz verbunden mit dem Boom von Rechenzentren und Hochleistungsservern
  • Steigender Bedarf an Klimaanlagen durch global immer häufiger auftretende Hitzewellen

Welche Energiequellen werden den zunehmenden Bedarf decken?

Auch dazu verdeutlicht die IEA-Analyse den eindeutigen Trend: Parallel zu steigenden Strombedarfen setzt sich weltweit der Ausbau der Erneuerbaren fort. Gemäß der Prognose werden Wind-, Solar-, Wasser- und Bioenergie 2026 erstmals mehr Strom erzeugen als Kohlkraftwerke und damit zur größten globalen Quelle der Stromerzeugung. Ihr Anteil im Strommix erreicht bis 2027 rund 37 % – ein historischer Meilenstein für die Erneuerbaren!

Historischer Strukturwandel im europäischen Stromnetz

In der Europäischen Union fällt die Abkehr von CO2-intensiver Stromerzeugung noch deutlicher aus. Gemäß der IEA-Prognose sinkt der Anteil der Kohleverstromung in der EU bereits im laufenden Jahr auf unter 10 %!

Ausbau von Stromnetzen und Flexibilität gewinnen an Bedeutung

Mit dem weiteren Ausbau der Erneuerbaren rücken Stromnetze, Speicher und Flexibilitätsoptionen zunehmend in den Mittelpunkt der Energiewende. Sie werden zu entscheidenden Voraussetzungen, um die weiter steigende Stromnachfrage und den wachsenden Anteil der fluktuierenden Energien sicher und zuverlässig in die Stromsysteme zu integrieren.

„Für uns und unsere Anleger ist die wachsende Stromnachfrage eine ausgesprochen positive Entwicklung, denn sie sichert langfristig die Abnahme des produzierten grünen Stroms und treibt insgesamt das Marktwachstum der Erneuerbaren voran“, kommentiert unser CEO Jörg Busboom die Fakten.

>> mehr zur IEA Halbjahresanalyse

Abb.: © stock.adobe.com, Andreas Gruhl

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