Wind und Solar erstmals als Doppelspitze
Zunehmend lassen die Erneuerbaren fossile Energien richtig alt aussehen. Ihr Anteil an der Stromerzeugung hierzulande lag 2025 bei rund 60 %. Die Netto-Stromerzeugung aus Braunkohlekraftwerken fiel auf das Niveau von 1961, die aus Steinkohlkraftwerken gar auf das Niveau von 1952! Stärkste Kraft im regenerativen Mix war weiterhin die Windenergie, gefolgt von der Solarenergie, die mit einem Plus von über 20 % auf Platz zwei vorgerückt ist.
Besonders erfreulich: Der starke Anstieg der Solarstromerzeugung ist ein EU-weiter Trend! 2025 lag die Stromerzeugung aus PV in den EU-Ländern mit 275 TWh erstmals über der Summe aus Braun- und Steinkohle (243 TWh). In zehn Jahren hat sich die Erzeugung aus Photovoltaik verdreifacht, die Kohlestromerzeugung ging dagegen um 60 % zurück.
Batteriespeicher haben eine besonders dynamische Entwicklung zu verzeichnen: Die Kapazität der Großbatteriespeicher stieg im Jahresverlauf von 2,3 auf 3,7 GWh, das ist ein Plus von 60 %. Insgesamt sind derzeit knapp 25 GWh Batteriespeicher-Kapazität installiert. Während Effekte auf die kurzfristige Flexibilitätsbereitstellung bereits sichtbar sind, können systemische Auswirkungen bislang von den Instituten nur abgeschätzt werden. Sicher ist jedoch, der Einsatz von Großspeichern wird die Funktionsweise des deutschen Stromsystems grundlegend ändern.
Die Kohlendioxidemissionen über alle Quellen der deutschen Stromerzeugung lagen nach ersten Hochrechnungen des Fraunhofer ISE bei 160 Mio. Tonnen (auf dem Niveau von 2024) und 58 % niedriger als zu Beginn der Datenerhebung 1990.
Wir halten mit großer Freude fest: Die Branche ist „On Track“, muss jedoch weiter die Ausbaugeschwindigkeit hochhalten, um die gesteckten Ziele von 80 % Erneuerbare bis 2030 und 100 % bis 2040 zu erreichen.
Wer angesichts solcher Zahlen noch immer nicht begeistert ist, dem sei diese Grafik ans Herz gelegt. Ob es sich um Fahrzeuge im XS oder XXL-Format handelt und wir uns eine Badewanne im Standardmaß von 170 cm x 70 cm vorstellen dürfen, verrät sie zwar nicht, aber pfiffig ist sie allemal!
In diesem Sinne: Behalten Sie die Fakten auch 2026 gemeinsam mit uns im Blick und lassen Sie uns den Wandel weiter gestalten.
Auf geht’s!