Wer kennt den Mythos nicht? Die Energiewende verteuere die Strompreise in Deutschland. Dabei ist das Gegenteil der Fall: Sonne und Wind stellen keine Rechnung – und genau das drückt die Preise an der Strombörse deutlich.
Eine Studie liefert aktuell überzeugende Zahlen: Die Autoren der Energieberatungsagentur Enervis haben im Auftrag des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW) ermittelt, inwieweit sich die Photovoltaik als echte Preisbremse erweist.
Zentrales Ergebnis der Studie: Ohne die inzwischen erreichten 18 % Solarstrom im deutschen Strommix hätten wir alle im vergangenen Jahr für unsere Stromversorgung deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen.
- Insgesamt verringerte Photovoltaik die Strombeschaffungskosten für Verbraucher, Gewerbe und Industrie um rund 15,7 Mrd. €
- Dieser Betrag lag mehr als 40 % über den EEG-Förderkosten für Photovoltaik.
- Der Börsenstrompreis wäre im Jahr 2025 im Durchschnitt rund 20 % höher ausgefallen.
- Ein durchschnittlicher Privathaushalt hätte etwa 100 € mehr für seinen Strom bezahlen müssen.
- Ein Industriebetrieb mit einem jährlichen Stromverbrauch von zehn Gigawattstunden hätte rund 235.000 € höhere Strombeschaffungskosten tragen müssen.
Aus Sicht des BSW-Solar ergeben sich aus den Studienergebnissen auch Konsequenzen für die aktuelle Energiepolitik. So appelliert der Verband an Bundesregierung und Bundestag, bei der anstehenden Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und dem geplanten „Netzpaket“ auf Einschnitte zu verzichten, die den weiteren Ausbau der Solarenergie ab 2027 deutlich bremsen könnten.
„Die Studie beziffert, wie groß der positive Effekt der Photovoltaik in Deutschland schon heute ist. Die Richtung ist klar: mehr PV und mehr Speicher werden den preisdämpfenden Faktor potenzieren“, kommentiert unser CEO Jörg Busboom das Studienergebnis.
Sie möchten an dieser Entwicklung mitwirken? Dann beteiligen Sie sich an unserem aktuellen Fonds für Wind, Solar, Speicher!
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Abb.: © ÖKORENTA