2025 standen erstmals Wind- und Solarstrom an der Spitze der Stromerzeugung in Deutschland. Insgesamt stammten 56 % des hierzulande verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Quellen. Doch wie sicher ist die Bereitstellung in der saisonalen und tageszeitbezogenen Betrachtung? Müssen wir uns um die sogenannten „Dunkelflauten“ sorgen? Und wie häufig kommen diese überhaupt vor?
Eine aktuelle Studie der staatlichen Förderbank KfW hat die Strombereitstellung aus Wind und Sonne für 2025 auf Basis tagesgenauer Werte der Bundesnetzagentur unter die Lupe genommen – mit erfreulichen Ergebnissen:
- Beide Energiequellen bilden kein Klumpenrisiko, im Gegenteil: Wind und Sonne ergänzen sich durch gegenläufige saisonale und tageszeitliche Schwankungen. Die höchste Sonnenausbeute gibt es tendenziell an Tagen mit wenig Wind und andersherum. Die Sonne scheint im Sommer häufiger und länger, während Windstrom im Winter sein Maximum erreicht. Die Sonne liefert nur tagsüber, Windstrom hat in der Regel nachts etwas höhere absolute Erzeugungswerte. Die Kompensation der geringeren Sonnenscheindauer ist jedoch nicht perfekt, sodass im Winterhalbjahr in Summe weniger Strom aus Wind und Sonne bereitgestellt wird. Dies erklärt auch, warum die Tage, an denen Wind und Sonne einen geringen Beitrag zum Stromverbrauch lieferten, allesamt in diese Jahreszeit fielen.
- Der Ausbau der Wind- und Solarkapazitäten zeigt Wirkung: 2025 haben beide Erzeugungsformen zusammengerechnet an 16 Tagen geringe Anteile (unter 15 %) an der Gesamtstromerzeugung gehabt, vier Jahre zuvor waren es mit 31 Tagen noch fast doppelt so viele. Ebenso ist die Anzahl der Tage zurückgegangen, an denen der Anteil von Wind- und Solarenergie sehr niedrig (unter 10 %) lag: von neun Tagen 2021 auf sechs Tage 2025.
- Wind und Sonne sorgen für niedrige Börsenstrompreise: An Tagen mit wenig Wind und Sonne lag der Börsenstrompreis in Deutschland im Jahr 2025 im Durchschnitt bei 153 €/MWh. An einem durchschnittlichen Tag waren es dagegen nur 89 €/ MWh. Das ist plausibel, denn Strom aus Wind und Sonne wird mit variablen Kosten von nahezu null erzeugt. Die variablen Kosten fossiler Kraftwerke liegen aufgrund der Brennstoffkosten dagegen deutlich höher. Dies bestätigt, dass Wind- und Solarenergie die günstigsten Möglichkeiten sind, Strom bereitzustellen.
- In den letzten drei Jahren gab es im Schnitt jeweils 15 Tage, an denen ungünstige Bedingungen für Wind und Sonne zusammenfielen. Dies sind nur rund 4 % aller Tage im Jahr – die allesamt in der Zeit zwischen Oktober und Februar auftraten.
- Wind und Sonne bilden ein starkes Team, dennoch sind weitere Schritte erforderlich, um die Stromversorgung auf sichere Beine zu stellen. Mehr Batteriespeicher, Stromerzeugung aus Biomasse, die noch gezielter zu Zeiten mit wenig Wind und Sonne zum Einsatz kommt, Gaskraftwerke, die mittelfristig mit Wasserstoff betrieben werden können sowie eine Flexibilisierung der Nachfrage, sind nach Auffassung der KfW-Autoren wichtige Teile der Lösung.
Die Ergebnisse der Studie unterstreichen einmal mehr, dass unsere Fonds mit ihren breit diversifizierten Investitionen in Wind- und Solarenergie hervorragend aufgestellt sind. – Eine Feststellung, die uns und unsere Anleger wenig überrascht, denn die guten und beständigen Auszahlungen der ÖKORENTA Bestandsfonds sprechen für sich selbst!
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